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Tagebuch einer Gartenerforschung

 

05.08.2017
Heute waren gelich zwei Heidelibellen-Arten an unserem Gartenteich: die Blutrote Heidelibelle (Sympetrum sanguineum) (56) und die Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum) (57). Eine Besonderheit es der Stahlblaue Grillenjäger (Isodontia mexicana) (58). Er suchte im Rosenstock vermutlich nach Weinhähnchen (Oecanthus pellucens) (59). Abend und nachts hört man die kleinen Grillen jetzt in unserem Garten singen.
Weiterhin kann ich von der Amerikanische Kiefern- Zapfenwanze (Leptoglossus occidentalis) (60) berichten.

 

 

 

19.07.2017
Die Gemeine Winterlibelle (Sympecma fusca) (54) flog am Gartenteich und die Grüne Reiswanze (Nezara viridula) (55) krappelt über das Holz an unserem Neubau, der aufgrund seiner natürbelassenen Baustoffe ein "Kleines Haus der Artenvielfat" ist.

 


 

14.07.2017

Ein Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) (52) und eine Grüne Keiljungfer (Ophiogomphus cecilia) (53) starteten uns einen Besuch ab.

 

 

 

02.07.2017
Seit einigen Woche kommt regelmäßig ein Bluthänflich-Paar (Carduelis cannabina) (49) in unserem Garten vorbei. Ein Sandhaufen hat es ihnen offensichtlich angetan. Dort sitzen die beiden Sinvögel besonders häufig. Ich habe außerdem zwei verschiedene Heuschrecken entdeckt, die sich allerdings derzeit noch im Larvenstadium befinden: Zum einen die Südliche Eichenschrecke (Meconema meridionale) (50) und zum anderen die abgebildete Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima) (51).

 

 

 

 

25.05..2017

... in der Luft ein Großer Kohl-Weißling (Pieris brassicae) (47), am Boden eine Spanische Wegschencke (Arion lusitanicus) (48) ...

 

23.06.2017

Spät am Abend besuchte uns ein Igel (Erinaceus europaeus) (46).... ...

 

22.06.2017

Die Orientalische Mauerwespe (Sceliphron curvatum) (45) ist schon seit gut drei Wochen an unserem Teich am werken. Sie gräbt nachmittags und abends im Uferschlamm und formt in kürzelster Zeit solche Lehmkugeln, mit denen sie dann davon fliegt. Ich habe noch nicht herausgefunden, wo hin sie den Lehm bringt. Das Bauwerk, das dort entseht, muss aber schon recht imposant sein.

 

 

 

06.06.2017

Auch die Blumenwiese entwickelt sich prächtig. Die ersten Blühphase wird von Kornblume und Klatsch-Mohn dominiert. Verschiedene Wildbienen nutzen das reiche Necktarangebot, das es nun in unserem Garten gibt. Die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) (44) ist eine von viele Wildbienen-Arten, die in unserem Garten derzeit regelmäßig anzutreffen ist.

 

 

 

 

30.05.2017
Zwei Distelfinke (Carduelis carduelis) (43) waren zu Besuch in unserem Garten ...

 

28.05.2017
In unserem neu angelegten Gartenteich gibt es kaum Wasserpflanzen. Die Idee war ja auch, dass er von spontan auftretender Vegetation besiedelt werden soll und das braucht seine Zeit. Die Arten finden nicht so schnell hier her. Für Libellen scheint er dennoch recht attraktiv zu sein, denn zwischenzeitlich haben sich auch die Große Pechlibelle (Ischnura elegans) (40), die Hufeisen-Azurjungfer (Coenagrion puella) und der Plattbauch eingefunden (Libellula depressa) (41) . Sobald es warm und sonnig ist, fliegen sie über die Wasserfläche. Außerdem sind Teichmolche (Triturus vulgaris) (42) eigezogen, die man aber nur sieht, wenn sie zum Luftholen an die Wasseroberfläche schwimmen.

 

 

 

16.05.2017
Die Vegetation im Garten macht einen mächtigen Schub. Es ist inzwischen schon mehrer Tage feucht und warm. Obwohl das Blütenangebot in unserem Garten noch nicht sehr hoch ist, lassen sich Inzwischen auch Kleine Wiesenvögelchen (Coenonympha pamphilus) (37) und Kleine Kohl-Weißlinge (Pieris rapae) (38) bei uns blicken.
Vom Nachbarteich kommen Hufeisen-Azurjungfern (Coenagrion puella) (39( herüber geflogen und inspizieren unseren neuen Teich. Auch ein Grünfink-Paar (Carduelis chloris) (40) fliegt regelmäßig unseren Garten an. Und nicht zu vergessen: Über unserem Garten jagen seit einigen Tagen abends die Mauersegler (Apus apus) (41)

 

12.05.2017
Weniger surprice, das war zu erwarten: Auch zwei Grasfrösche (Rana temporaria) (36) ließen sich in unserem Gartenteich blicken.

 

28.04.2017
Surprice, surprice! - Ein Springfrosch (Rana dalmatina) (35) laicht in unserem Gartenteil!

 

 

 

14.04.2017
Endlich ist nun auch der Girlitz (Serinus serinus) (34) in unserem Garten angekommen. Von der höchsten Fichte herab läst er seinen schrillen Gesang erklingen.
Auf einem Ginsterstrauch, am Rande unseres neu angelegten Teiches, hat sich am späten Nachmittag eine Frühe Adonislibelle (Pyrrhosoma nymphula) (35) niedergelasssen. Sie ist vermutlich von einem Nachbargrundstück zu uns herüber geflogen. In unserem Teich kann sie sich noch nicht entwickelt haben.

 

 

09.04.2017
Das erste Waldbrettspiel  (Pararge aegeria) (33) hat sich in unserem Garten blicken lassen.  Der Schmetterling zählt zu den häufigsten  Tagfaltern hierzulande. Im ArtenFinder Rheinland-Pfalz wurde er seit 2011 und bis zum heutigen Tag rund dreitausendmal gemeldet. Meistens sind es nur einzelne Tiere, die man zu Gesicht bekommt. Er fliegt in zwei Generationen und die Rauben leben an Sträuchern. Er wird uns diesen Sommer bestimmt noch oft begegnen.

 

 

26.03.2017
Seit einigen Tagen fliegen die ersten Faulbaum-Bläulinge (Celastrina argiolus) (32). Die erste diesjährige Meldungen im ArtenFinder ging schon am 23.03.2017 ein. Norbert Scheydt fand ein Falter südlich von Klingenmünster. Heute durchflog ein Individuum auch unseren Garten.
Im Jahr 2014 gelang mir in Haßloch eine sehr frühe Beobachtung, am 07.03.2014. Das ist der frühste bekannte Nachweis der Art in Rheinland-Pfalz.

 

25.03.2017
Zwei Hausrotschwanz-Männchen (Phoenicurus ochruros) (31) jagen durch unseren Garten und ums Haus. Scheinbar sind sie am Klären, wem das attraktive Revier gehört. Ihr Schmätzen ist schon früh am Morge zu hören. Und heute habe ich auch die frühe im Jahr fliegende Mauerbiene (Osmia conuta) (32) erstmals in unserem wilden Garten gesichtet. Sie interessiert sich ganz besonders für den Backsteinhaufen im Garten, der nach dem Abriss der alten Scheune hier gestapelt wurde. Ich bin noch nicht sicher, was ich mit den Steinen mache. Als Einfriedung für den Teich und den Wildblumenhügel sind schon einige verlegt.

 

18.03.2017
Beim Ausreisen von zwei Fichten-Wurzeltelller ist neben einer Erdkröte auch eine Grünfroch (Rana esculenta) (30) zutage getreten. Beide wurden zu den ersten Bewohner meines neu Gartenteches erkohren.

 

17.03.2017
Es geht weiter vornan in unserem Wilden Garten. Ich habe einen Wildblumen-Hügel angelegt und eine Saatmischung aus einheimischen Wiesenblumen-Arten ausgebracht.

 

05.03.2017
Heute kann ich zwar nicht über neue Artenfunde berichten, dafür allerdings über die Umsetzung eines angekündigten Vorhabens: Im wilden Garten gibt es seit heute einen ca. 2 x 3 Meter großen Tümpel. An den Rändern muss ich noch etwas sandigen Boden aufbringen, ansonsten sieht er aber schon ganz gut aus.
Ich habe ihn als  flaches, periodisch trockenfallendes Stillgewässer angelegt und möchte bei seiner Besiedlung durch wildlebende Tiere und Pflanzen nicht nachhelfen. Ich bin gespannt, welche Arten sich hier in nächster Zeit spontan einfinden. Dass Erdkröten in unserem Garten leben, ist ja bereits bekannt. Ob sie den Tümpel als Laichgewässer annehmen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

 

 

 

26.02.1017
Zwei Holzbienen (Xylocopa violacea) (28), die sich paarten und ein C-Falter (Polygonia c-album) (29), der sich am Boden ruhend in der Sonne aufwärmte. 

 

24.02.2017

Die Fichten und Tannen in unserem Garten werden von uns nicht gerade geliebt.  Wir mögen keine dunklen Bäume um unser Haus und drei der Fichten mussten deshalb diesen Winter auch schon weichen. Heute am frühen Morgen hat sich jedoch erstmals ein Eichelhäher (Garrulus glandarius) (26) auf einem der Nadelbäume blicken gelassen. Und am Nachmittag hüpften Winter-Goldhähnen (Regulus regulus) (27) durchs Fichtengeäst. Vielleicht sollten wir doch zwei oder drei der Nadelbäume stehen lassen.  Diesen Winter wird es wahrscheinlich eh nichts mehr, mit weiteren Fällungen, zumal die Brutsaison allmählich beginnt. Zwei Ringeltauben inspizieren schon seit einigen  Zeit unsere Fichten und kommen womöglich zu dem Schluss, dass hier ein Nest gebaut und für Nachwuchs gesorgt werden sollte.

 

23.02.2017
Trotz des stürmischem Wetters flog heute der erste Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) (24) durch unseren Garten. Immerhin lag die Temperatur in der Sonne schon bei 15 Grad Celsius. Der Winter scheint nun in der Pfalz zu Ende zu gehen. Beim Aufräumen habe ich unterm Laub eine Gefleckte Weinbergschnecke (Cornu aspersum) (25) entdeckt.
Aktuell ist hierzulande das Faschingsfieber ausgebrochen, wovon ich allerdings zum Glück nicht befallen bin. Wenn es am Rosenmontag richtig warm wird, gibt es sicherlich wieder neues zu vermelden, aus unserem wilden Garten.

 

10.02.2017
Am Sonntag soll es heutlich wärmer werden. Im Moment sind es 3 Grad Celsius und die Sonne zeigte sich den ganzen Tag kein einziges Mal. Der typische Winter-Hochnebel der Rheinebene hüllt uns ein. Trotzdem eine neue Art: Drei Rabenkrähen (Corvus corone) (23) überflogen unseren Garten.

 

07.02.2017
Heute flog ein Graureiher (Ardea cinerea) (22) über unser Grundstück. Ich hatte ihn im Dezember schon zwei Mal gesehen. Er besucht offensichtlich das Nachbargrundstück, auf dem sich ein Gartenteich befindet. Es handelt sich um ein wenig scheues Einzeltier, das sich offensichtlich an das Treiben in unserer Siedlung gewöhnt hat. Mir spukt schon die Idee im Kopf herum, einen eigenen Gartenteich anzulegen. Platz haben wir genug in unserem neuen Garten. Und so ein Kleingewässer zieht eine Menge verschiedene Arten an. Libellenflug in unserem Garten würde mir den Sommer versüßen. Zu einem Laichplatz für unsere Erdkröten wird es dieses Jahr wohl nicht mehr reichen. Die Laichsaison beginnt schon bald.

05.02.2017
In den letzten Tagen war nicht viel zu entdecken in unserem wilden Garten, Trüb und regnerisch und wenig einladend waren die Tage. Aber heute ist mir beim Aufräumen eine Erdkröte (Bufo bufo) (21) über den Weg gelaufen.

 

 

31.01.2017
Auch heute ließen sich wieder zwei neue Vogelarten in bzw. über unserem Garten entdecken. Im Überflug kam ein Turmfalke (Falco tinnunculus) (19) vorbei und mehrfach ließ sich ein männlicher Buchfink (Fringilla coelebs) (20) blicken.
Hätten wir in unserem neuen Garten schon Futterstellen eingerichtet, wäre vermutlich mehr Vogelbetrieb, auch wenn vielerorts festgestellt wird, dass es diesen Winter viel weniger Individuen an den Futterstellen in den Hausgärten gab, als in den Jahren zuvor.
Über die Gründe dafür wurde in den letzten Wochen viel spekuliert. Die Beobachtungen der ArtenFinder-Meldegemeinschaft zeigen dass es bei einigen Arten, u.a. auch beim Buchfink, in diesem Winter hierzulande weniger Zuzug von Wintergästen gab, als im Jahr zuvor. In Kombination mit ungünstigen Witterungsverhältnissen im Frühling 2016 und damit verbunden vermutlich geringen Bruterfolg, lässt sich die Tatsache erklären, dass auch die sonst häufigen Meisen-Arten in diesem Winter vielerorts kaum zu sehen waren.

 

30.01.2017
Neu hinzu kommende Arten sind eine Blaumeise (Parus caeruleus) (16), zwei Ringeltauben (Columba palumbus) (17) und einige Stare (Sturnus vulgaris) (18) im Überflug. Bei schlechtem Wetter und viel Büroarbeit war heute nicht mehr zu machen. Immerhin konnte ich bei einigen Vogelarten wie schon gestern zaghafte Gesänge vernehmen. Die neue Brutsaison kündigt sich an...

 

 

29.01.2017

Heute haben sich mit Rotkehlchen (Erithacus rubecula) (6), Zaunkönig (Troglodytes troglodytes) (7) und Amsel (Turdus merula) (8) weitere Vogelarten in unserem wilden Garten eingefunden. Die Temperaturen lagen seit längere Zeit mal wieder über 5 Grad Celsius und es zeigten sich bereits Gesangsaktivitäten bei einem Zaunkönig und zwei Amseln.
Weil sonst noch nicht so viel los ist, habe ich mir mal die Landschnecken in meinem neuen Untersuchungsgebiet vorgenommen. Beim Wegräumen von Gartenparty-Rückständen der Vorbesitzer entdeckte ich Weinbergschnecken (Helix pomatia) (9) und Schwarzmündige Bänderschnecken (Cepaea nemoralis) (10).
Was die meisten Menschen nicht wissen, ist, dass es eine große Artenvielfalt an Landschnecken in der Laubstreu, im Humus und im Boden gibt. Um diese Winzlinge zu entdecken muss man etwas Aufwand betreiben.
Unter einer Hecke, die an das Nachbargrundstück grenzt, fand ich lockeren Boden, der durch die trockene Kälte der letzten Tage ebenfalls trocken und wenig klebrig war. Diesen siebte ich mit einem groben Küchensieb aus und trennte dadurch Blätter und Ästchen vom feinbröseligen Boden. Mittels dieser Methode erhält man eine Bodenprobe, die sich unter der Stereolupe recht gut auf kleine Bodenschnecken hin untersuchen lässt. Da die winzigen, wenige Millimeter messenden Gehäuseschnecken kaum mobil sind, kann man nie so genau sagen, ob die Probenahme an der richtigen Stelle erfolgte, oder ob es nicht besser gewesen wäre, zwei Meter daneben eine Bodenprobe zu nehmen. Aber was soll´s, ich habe ja viel Zeit zum Artensuchen in meinem neuen Garten.
Immerhin fanden sich in der Probe vier weitere Landschneckenarten: Gerippte Grasschnecke (Vallonia costata) (11), Punktschnecke (Punctum pygmaeum) (12), Gemeine Windelschnecke (Vertigo pygmaea) (13) und  Zylinderwindelschnecke (Truncatellina cylindrica) (14).
Weiterhin fand ich heute auch noch eine Nacktschnecke. Sie klebte unter einer Steinplatte: Der Großer Schnegel, auch Tigerschnegel genannt (Limax maximus) (15). Alles in allem eine gute Ausbeute für diesen Winter-Sonntag, aber es gibt sicherlich noch viel mehr Schneckenarten in unserem Garten und ich werde ihnen nach und nach auf die Schliche kommen.

28.01.2017
Wie viele gleichgesinnte Naturkundler, jage und sammle ich Arten -  fast immer und überall, wo ich welchen begegne.
Es erfordert zunächst eine gewisse Artenkenntnis, bis es soweit ist, dass das Hobby zur Passion (Leidenschaft) wird.
Natürlich ist dies nicht bei jeder und jedem so, aber viele Menschen, zumindest in der westlichen Welt, haben eine Schwäche für diese Freizeitbeschäftigung.
Auf dieser Seite zeige ich meine Artenfinder-Ergebnisse in Hinblick auf die Erkundung und Gestaltung unseres neuen Hausgartens auf.
Im Januar 2017 sind wir innerhalb von Haßloch umgezogen und haben mit unserem stark renovierungsbedürftigen, in den 1930er-Jahren gebauten Haus auch ein großes Gartengrundstück, inmitten eines alten Siedlungsgebietes erworben.
Zunächst war ich mit dem Abriss einen alten Schuppens beschäftigt und dann haben wir auch noch große Fichten gefällt, damit mehr Sonne in unser verwilderten Gartengrundstück fällt.
Die Umzugs- und Umbauarbeiten der letzten Wochen haben mir neben meiner Arbeit wenig Zeit für das Artenfinden gelassen.
Heute beginne ich damit. Die Ergebnisse sammle ich auf dieser Seite. „Alles muss klein beginnen, lass etwas Zeit verrinnen, es muss erst Kraft gewinnen und plötzlich ist es groß“ singt Gerhard Schöne sehr zutreffend. Also dann mal los.
Die ersten Arten, die mir  in unserem neuen Garten heute begegneten sind die allseits bekannten Vögel: Türkentaube (Streptopelia decaocto) (1), Elster (Pica pica) (2), Haussperling (Passer domesticus) (3), Rotkehlchen (Erithacus rubecula) (4) und Kohlmeise (Parus major) (5).